UPCS

Uilleann Pipers Club Schaffhausen

Whiskey-Session Wanderung

Gepostet von am 26 Okt 2016

Bericht von Maya Hoch hinaus sollte es diesmal gehen. Auf den Säntis, 2502 m über Meer. 12 Müsigler aus dem Pipersclub trafen sich am Morgen früh in Wasserauen. Die Anfahrt aus dem Unterland ist weit, und so war es für die meisten eine kurze Nacht gewesen. Nicht für mich, denn ich habe im Hotel Alpenrose in Wasserauen übernachtet. Man gönnt sich ja sonst nichts. Äscher-Wildchirchli Session Wildchirchli Weg zum Schäfler Die erste Etappe war noch locker: Mit der Gondelbahn zur Ebenalp und dann auf einem breiten Weg bergab zum Wildkirchli und dem berühmten Berggasthaus Aescher, das an eine hoch aufragende überhängende Felswand gebaut ist. Vom Bild her, hatte ich immer geglaubt, man müsse klettern um dahin zu galangen. Etwas zu Trinken, musizieren und zu elft ging’s dann weiter, jetzt richtig bergauf zum zweiten Halt im Schäfler, wo wir wieder Musik machten. Einigen gefiel’s gut, andere machten, dass sie schnell weiter kamen. Von da an waren wir noch neun, die weiter zogen Richtung Säntis. Umgeben von den wildesten Bergzacken rundherum, dem Grat entlang, vorbei an schwindelerregenden Abgründen hangelten wir uns den Drahtseilen entlang. Und dann tauchte in der Ferne unser Ziel auf – die Silhouette des Säntis mit seinem Minarett. Die letzten hundert Meter zogen wir uns mit letzter Kraft fast senkrecht hoch. Berggasthaus Schäfler Weg vom Schäfler Blick auf Altenalptürm Und dann dieser Sonnenuntergang!!! Fünf Minuten später und wir hätten ihn verpasst. Essen und Abendkonzert (da oben gab’s kein Entrinnen für die Gäste) und Übernachten im Berggasthaus alter Säntis. Am Sonntag Morgen mussten uns wieder zwei verlassen, wegen eines verknacksten Fusses. Da waren’s nur noch neun. Bis zum Schluss kamen wir dann, trotz sehr anspruchsvollen Wegen, ohne weitere Verluste durch, mal abgesehen von Thomis Absturz, was sich aber im nachhinein als Showeinlage entpuppte. Blick vom Hängeten auf den Säntis Sonnenuntergang am Säntis Aufstieg zum Chalbersäntis Ein weiterer Zwischenhalt bei der Rotsteinpasshütte, wo das Bezahlen fast unmöglich war, sodass unser Zeitplan in Rückstand geriet. Auf der Meglisalp machten wir es deshalb etwas kürzer (es war auch kühl) und so waren wir beim Seealpsee wieder zur vorgesehen Zeit. Die Lust zu musizieren war dort nicht mehr so gross, und so blieb die Fiddle im arg zerkratzten Koffer. Fast hätt ich’s vergessen: den eigentlichen Aufhänger für die Tour auf den Spuren des Whiskeys haben wir sehr ernst genommen. Gewissenhaft haben wir auf jeder Alp getestet, welches Fass dem Säntis-Whiskey den besten Finish...

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Hochzeitsapéro in der Kommende Hitzkirch

Gepostet von am 29 Sep 2014

Am 20.9.2014 wurden wir zur musikalischen Umrahmung des Hochzeitsapéro von Patrick und Margot eingeladen. Der Anlass war insofern speziell, als das Brautpaar nichts von unserem Erscheinen wusste. Wir waren sozusagen ein „Geschenk“ eines Kollegen an das Brautpaar. Als wir erfahren hatten, dass es eine Mittelalterhochzeit geben soll, gab es eh kein Halten mehr und die wackere Spielleute machten sich erwartungsvoll auf den Weg zur „Kommende Hitzkirch“. Nach kurzem Einspielen und Kleiderverteilung ging‘s auch schon los. Bei angenehmen Herbstwetter spielten wir im wunderschönen Schlosshof für das Brautpaar und die Gäste und wurden dafür mit Applaus und Komplimenten belohnt. Ich habe mir sagen lassen, dass einige sogar beim Nachtessen noch von unseren Darbietungen schwärmten. Da man aber von Applaus bekanntlich nicht überleben kann, haben wir uns natürlich auch das leckere Apérobuffet vorgeknöpft. Alles in Allem war es für alle ein gelungener Nachmittag. Wir wünschen dem Brautpaar viel Glück und Segen, auf das die fröhliche Musik euch immer begleiten möge!...

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Erntedankfest in Pianta Monda III – Tessin

Gepostet von am 14 Sep 2014

Der September im Pipersclub war sehr ereignisreich. Eine musikalische Alpwanderung gefolgt vom Feiern des zehnjährigen Jubileums unseres Clubs haben viel Raum in den Terminkalendern der Musiker in Anspruch genommen. Wenn also die Zeit des Erntedankfestes in Pianta Monda, Tessin, gekommen ist, war die Beteiligung nicht sehr rege. Da es aber mittlerweile schon Tradition geworden ist, dass der Pipers Club Schaffhausen zu der musikalischen Umrahmung des Erntedankfestes beiträgt, war es uns ein Herzensanliegen, auch in einer kleinen Gruppe dort anwesend zu sein. So haben sich zwei Familien samt Instrumente in einem Auto auf den langen Weg ins schöne Tessin getan. Unsere Treue wurde vom Himmel belohnt. Wir haben die verregnete und dicht im Nebel versunkene Ostschweiz am frühen Samstagmorgen verlassen. Um die Mittagszeit haben wir uns auf dem San Bernardino Pass mit heissem Kakao aufgewärmt und mit Brotzeit gestärkt, um ins sonnige Tal runter zu kommen und seitdem haben wir das ganze Wochenende lang die wunderbare Wärme der Tessiner Herbstsonne geniessen können. Auf Pianted, in einer kleinen Ökokommune, die nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Selbstversorgung funktioniert, wurden wir mit grosser Freude und Hezlichkeit empfangen. Während die Kinder sofort im Wald verschwunden sind, haben wir uns an den Vorbereitungen des Festes, sei es beim Kochen, Gestalten, oder Gutelaunemachen mithilfe der Musik beteiligt. Zwischendurch durften wir verschiedene handwerkliche Tätigkeiten ausprobieren, wie Wolle spinnen, Mit Riesenstricknadeln stricken, oder Specksteinhauen. Gegen Abend haben alle Gäste gemeinsam zu Abend gegessen, danach ging es ans Feuer. Am Feuer genossen wir abwechselnd die irischen Tunes gespielt von Swen (Geige) und Izabella (Tin Whistle) und die Tessiner Musik: wunderschönen Gesang mit Gitarrenbegleitung von Christina Germann-Chiari. Christina hat uns auch ein Märchen von Hans Christian Andersen erzählt, die sie mit eigenen Bildern Illustriert hat. Zum Schluss, gegen 23.00 Uhr durften wir noch mal unseren Hunger stillen, und Bratwürstchen im Feuer bräteln. Am Sonntag, nach dem gemeinsamen Frühstück im Freien, haben wir noch auf der Terasse mit dem wunderschönen Blick auf die Berge die Sonnenwärme genossen, und noch einem Märchen zuhören können, das die Christina dieses mal auf Italienisch vorgetragen hat. Am frühen Nachmittag ging es leider schon auf die Heimreise, da wir eine fast 5-Stündige Fahrt vor uns hatten. Mit Lächeln, Sonne und süssen Tessiner Trauben im Gepäck sind wir dann den Berg heruntergestiegen. Auf Wiedersehen, Ulriko und Sanna und alle Freunde auf Pianted. Danke für Eure Gastfreundschaft und bis zum nächsten Erntedank!...

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UPCS 5-Alp Wanderung Toggenburg

Gepostet von am 24 Aug 2014

Treffen auf dem Ricken Parkplatz um 9 Uhr morgens am Samstag. Der Ricken ist ziemlich weit von Schaffhausen, also aufstehen um 6 Uhr, damit ich kurz vor 7 auf dem Bahnhof bin. Auch mit dem Auto ist es offenbar nicht so schnell zu schaffen, denn als ich an dem nebligen Morgen pünktlich auf dem Parkplatz eintreffe muss ich laaaange warten und friere. Allerdings das letzte mal für die nächsten zwei Tage, denn als die andern eintreffen, geht es zügig los, bergauf zur Alp Wissboden. Zum Dank für unsere Musik bringen uns die Älpler einen frischen, noch warmen Schlorzifladen. Dann geht es weiter zur Alp Oberbächen. Dort haben wir schon richtig Hunger. Wir spielen ein Tune nach dem anderen bis endlich der Chästschoope (rahmiges Fondue, bei dem man das Brot nicht verlieren kann, weil es schon drin ist) auf den Tisch kommt. Frisch gestärkt marschieren wir weiter zum Tanzboden. Dort machen wir eine grosse Session, wie lange kann ich nicht sagen, denn ich habe mich bald ins Bett verzogen. Am Sonntagmorgen ein heiliger Stress!! Als ich aufstehe, haben alle schon zmörgelet und stehen schon an der Tür. Also dann halt ohne Zähneputzen, und weiter geht’s. Anette und Swen haben sich ins Tal verabschiedet. Die Familie und der Zivilschutz haben gerufen. Heute gibt es zwei längere Etappen: 2 Stunden bis zur oberen Rossalp und nach dem Mittagessen nochmals zwei Stunden zur Alp Bogmen. Jetzt sind wir nur noch zu fünft und wir müssen aufpassen, dass wir keine Ausfälle haben in dem unwegsamen Gelände. Das nasse Wetter und die Kühe haben die Wege in einen Sumpf verwandelt und man kann schon eher von Insel-hopping reden als von laufen. Alle hatten total verdreckte Schuhe, ausser Thomas. Wie macht er das nur? Direkt am Weg fanden wir einen Steinpilz, und da packte uns das Pilzlifieber. Alle suchten und vor allem Iris fand haufenweise, so richtig fette, Steinpilze. Auf jeder Alp haben wir herzliche und grosszügige Gastgeber getroffen, die uns für unsere Musik Essen und Trinken offerierten. Es war ein Wochenende voller guter Erfahrungen, trotz Matsch und zum Teil recht steilen Auf- und Abstiegen. Das machen wir wieder einmal!!!...

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Summer School 2014 in Elmstein

Gepostet von am 9 Aug 2014

Vom 3. – 9. August 2014 fand im Naturfreundehaus Elmstein im Pfälzerwald die alljährliche Summerschool statt. Der Uilleann Pipersclub Schaffhausen war mit Swen, Izabella und Urs samt Familien vertreten. An 18 Workshops wurde von Banjo bis Whistle so ziemlich alles unterrichtet, was zu Irish Folk gehört. Auch Tanz, Gesang, Ensemble und Kinderband gehörten zum Angebot. Die Workshops dauerten die ganze Woche, jeweils vormittags. Am Nachmittag war dann neben einem attraktiven Rahmenprogramm auch genügend Zeit zum Üben und gemeinsam musizieren. Da Dank dem mehrheitlich trockenen Wetter auch im Freien gespielt werden konnte, war nachmittags jeweils die ganze Umgebung von Musik erfüllt. Ein ganz besonderes Erlebnis! Jeden Abend wurde eine Konzert angeboten, teils im Speisesaal, teils auf einer Open Air Bühne. Danach wurde in zahlreichen Sessions bis in die frühen Morgenstunden weitergespielt. Wer mit der Anmeldung genug früh dran ist, kann direkt Naturfreundehaus, in einem der mehrheitlich angebotenen Mehrbettenzimmer wohnen. Man kann aber auch rund ums Haus das Zelt aufschlagen oder mit dem Camper/Wohnwagen anreisen. In Elmstein und den umliegenden Dörfern gibt es zudem ein grosses Angebot an günstigen Ferienwohnungen. Verpflegung wird für alle angeboten, auch für die extern wohnenden. Die Summerschool ist für alle, vom Anfänger bis zum erfahrenen Musiker ein besonderes Erlebnis. Dank dem vielfältigen Programm, dem Treffen von über 100 Gleichgesinnten und der offenen Atmosphäre findet jede und jeder etwas Passendes. Meine Bewertung: *****...

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Le Son Continu – Musikfestival in Château d’Ars

Gepostet von am 14 Jul 2014

Nach mehr als 680 km im Automobil trafen zahlreiche Delegationen aus Schaffhausen und dem Rest der Schweiz in La Châtre in Frankreich ein. Die Zelte wurden auf dem Feld in Reichweite des Schlosses „Château d’Ars“ aufgeschlagen. Und schon bald wurde mit dem Musizieren begonnen. Da die Nacht schon schnell einbrach, wurde das Feuer entfacht und die Lichter in den Zelten angezündet. Am nächsten Tag öffnete das Festival die Pforte und alle Standen voller Vorfreude an den Kassen, um endlich die Billette in ein Armband umtauschen zu lassen. Im kleinen Waldstück hinter dem Schloss wurden viele kleine Holzhäuschen aufgestellt, wo über 100 Instrumentenbauer  ihre Meisterwerke präsentieren konnten. Ferner säumten zahlreiche Essens-und Trinkstände die schmalen Strässchen rund um das Waldstück. Die Stimmung während dem Festival war wie immer grossartig. Viele Konversationen bestätigten erfreut, dass die Atmosphäre deren aus den Anfangsjahren des Festivals glich. Das Nachfolge-Festival „Le Son Continu“ des legendären „Rencontres Internationales de Luthiers et Maîtres Sonneurs“ war  aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Ob sich das Festival aus finanzieller Sicht gelohnt hat und ob die neue Organisation das Festival nächstes Jahr weiterführen kann, steht momentan noch in den Sternen. Wir drücken jedenfalls ganz fest alle verfügbaren Daumen zusammen! Wenn dieses Festival nicht mehr weitergeführt würde, wäre dies ein schwerer Schlag für die europäische Folk-Szene sein! Hoffen wir mal das alles Gut kommt! Nun genug mit den vielen Worten! Au revoir et à l’année prochaine!...

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